Text und Fotos Friedrich Klawiter
WEISHEITS Weihnachtscircus
Lachen-Speierdorf, 31. Dezember 2025

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Zum achtzehnten Mal veranstaltete Direktor Manuel Weisheit mit seiner Familie den Weihnachtscircus in Lachen-Speierdorf und bot seinem treuen Stammpublikum, unter dem Motto „Gravity“ eine völlig neue Show.
Am angestammten Platz, direkt am Ortseingang steht der Circus in voller Pracht aufgebaut. Gleich einem funkelnden Diamanten erstrahlt er im Glanz unzähliger Lichter.
Die große, lebhaft mit Circusmotiven bemalte Fassade lädt im Farbwechsel ihrer LED-Beleuchtung zum Besuch und die zahlreichen gepflegten und hervorragend in weiß und rot lackierten Tonnendachwagen atmen Circusflair und Romantik pur.

Ein raumhoher Weihnachtsbaum nimmt das Zentrum des Vorzeltes ein und Weihnachtsmarktbuden sowie Sitzgruppen bilden die weitere Einrichtung. Ein Tunnel verbindet die Zelte und der gesamte Zeltbereich ist mit festem Boden ausgelegt.
Im Spielzelt stehen ein fünfreihiges, stark ansteigendes und zur Hälfte mit Schalensitzen ausgestattetes Gradin sowie Logen mit bequemen Stühlen für die zahlreichen Besucher bereit.

David Weisheit fegt ein letztes Mal den Manegenteppich, da treten zwei „Weihnachtsengel“ in den roten Ring und mit ihrem Zutun wird aus David Clown Dave und die Show nimmt ihren Gang.
„Hobby Horsing“ ist ein angesagter Trend und ist nun auch im Hause Weisheit angekommen. Nach einer kurzen Sequenz von Dave und Dominik Weisheit, den wir in diesem Weihnachtscircus erstmals als Clown erleben, wechselt das Geschehen und Dave versucht sich, mit Hilfe einer Besucherin, als Kunstschütze, derweil sein Bruder für den raschen Nachschub an Ballons sorgt.
In einer weiteren Reprise fordert Dominik einen Besucher zum Duell. Zunächst wird in bekannter Weise mit Luft-Revolvern jongliert und dann schallt „Spiel mir das Lied vom Tod“ aus den Boxen.
Zu Beginn des zweiten Teils tragen die Brüder Weisheit, leider nicht wie andernorts mit Zuschauerbeteiligung, einen Boxkampf, beim dem Jessy als Ringrichter im Einsatz ist, aus.
Doch damit noch nicht genug an komischen Acts. Das stark Comedy geprägte Programm dieses Winters hält zwei weitere Auftritte bereit. Im weißen Oberhemd und Schottenrock zeigen Jessy und Dominik eine Reihe Kaskaden. Zunächst ist eine kurze Leiter im Einsatz, dann rangelt man um Stuhl und Zeitung und schließlich führen die Kaskaden auf und über einen Tisch. Zu guter Letzt sehen wir Dominik und David mit einem komisch gearbeiteten Auftritt am Trapez. Dominik ist der Luftartist dessen großer Auftritt an technischen Problemen des Requisits zu scheitern droht und David versucht als eifriger Helfer alles, um den Auftritt doch gelingen zu lassen.

Eine neue Darbietung in der Luft hat Mary-Ann Weisheit einstudiert. Sie arbeitet ihre attraktiven Tricks nun in und an einem Netz und füllt mit dynamischen Flügen den weiten Raum der Kuppel.
Einen poetischen Auftritt mit Seifenblasen präsentiert Jaqueline Quaiser und wird dabei von ihrer kleinen Tochter unterstützt.
Ihr Partner Kevin Weisheit leitet den jüngsten Nachwuchs der großen Familie bei einem munteren Kinderparterre zu seinen gelungenen Übungen an.
Die Auftritte mit Tieren werden von Dominik Weisheit präsentiert. Zunächst sehen wir die Einzelfreit eines temperamentvollen weißen Araberhengstes und wenig später folgt ein Groß-und Klein.

Zwei temperamentvolle Auftritte haben die „Kenya Boys“. Zunächst sind die vier schwarzafrikanischen Artisten als Pyramidenbauer zu sehen. Flott werden die vielen verschiedenen Formationen gebildet. Im zweiten Teil dieses Acts sehen wir eine muntere Limbo Show. Seil springen und Reifen springen sind die Disziplinen die von der Truppe im zweiten Auftritt souverän dargeboten werden.

Mit vier Darbietungen hat das „Duo Diamant“ einen großen Anteil an der Show. Zunächst erleben wir den männlichen Part als versierten Jongleur. Bis zu fünf Bälle, Keulen und Ringe versteht er in abwechslungsreichen Routinen in der Luft zu halten.
Seine Partnerin präsentiert Antipoden-Spiele. Chinesische Schirme sind die ersten Requisiten, die auf den Füßen der Artistin tanzen. Anschließend werden bis zu vier kleine Teppiche gekonnt jongliert.
Im zweiten Programmteil sehen wir die junge Frau am Vertikalseil. In ruhigem Schwung werden die verschiedenen Figuren ausgeführt. Mit einem einarmig voll ausgedrehten Wirbel erreicht der Auftritt seinen gelungenen Höhepunkt.
Als Finalnummer wurde der Rollschuh-Act des Duo platziert. Eine umfassende Auswahl der Tricks des Genres wird in gelungener Weise ausgeführt und kommt beim Publikum gut an. Ein Wirbel um die Längsachse des Körpers im Genickhang, während das Paar auf der Plattform rotiert, der Voltigeurin ist der Spitzentrick des Acts.
Den akrobatischen anspruchvollsten Auftritt bietet Victoria aus der Ukraine. Das noch sehr junge Mädchen eine trickstarke Handstand-Equilibristik. Die vielseitigen anspruchsvollen Handstandfiguren werden in hervorragender Weise ausgeführt und mit geschmeidigen Übergängen zu einem harmonischen Ganzen verbunden.
Das Finale vereint das komplette Ensemble noch einmal in einer fröhlichen Choreographie in der Manege und aus Clown Dave wird wieder David Weisheit. Manegensprecherin Jasmin Quaiser verabschiedet das Publikum, dessen Erwartungen – nimmt man den Applaus als Gradmesser – voll erfüllt wurden.