Text und Fotos Friedrich Klawiter
WEIHNACHTSCIRCUS DÜSSELDORF
Düsseldorf, 03. Januar 2026

www.weihnachtscircus-duesseldorf.de
Zum fünfjährigen Jubiläum ihres „Weihnachtscircus Düsseldorf“ war die „Winterzauber Event UG“ von Stefan Ballak wieder auf dem traditionellen Circusplatz der Landeshauptstadt, dem Staufenplatz, präsent.
Das technische Equipment wurde erneut von Roman Zinnecker und seinem Circus Maximum angemietet. Der riesige Achtmaster, derzeit größtes Rundkuppelzelt Europas, mit einer Grundfläche von vierzig mal achtzig Metern und einer Kuppelhöhe von sechsundzwanzig Metern beherrscht den Platz. Der hohe Bogen mit dem Circusnamen und Lichterketten an den Absegelungen sind die einzigen Glanzpunkte im Nebel jenes nasskalten Winterabends.
Im Innern gliedert sich der riesige Zeltbau in drei Bereiche. Das vordere Viertel, komplett vom Zuschauerraum abgetrennt, dient als Foyer und nimmt die Circus-Gastronomie auf, während im gleichfalls abgeschlossenen hinteren Viertel der Backstage-Bereich eingerichtet ist.
Roter Teppich, roter Stoff an den Seiten und Weihnachtsmarktbuden mit der Circusrestauration strukturieren den Foyerbereich, während Lichterketten gefühlt die enorme Höhe des riesigen Raumes reduzieren. Zu beiden Zeltseiten führen breite Durchlässe zu den Gradinaufgängen.
Ein zwölfreihiges Schalensitzgradin, die drei untersten sind als Logen mit gepolsterten Sitzen ausgestattet, steht den Besuchern zur Verfügung. Der große Artisteneingang aus rotem Samt schließt den hinteren Teil des Zeltes ab und bietet auf seiner Empore den sechs Musikern des südamerikanischen Circus-Orchester von Antonio Mondaca Platz.

Mit Beginn der Show kommen die Musiker durchs Publikum in die Manege und die Truppe Insire  mit ihrer Tanzakrobatik und Olena am Kronleuchter gestalten das Opening.
Verblüffung macht sich auf den Rängen bemerkbar bei der Quick Change Darbietung des Duo Monastirsky. Rasch folgen die verschiedenen Wechsel aufeinander und beide Partner wechseln mehrfach ihre Outfits.
Steven Ferreri präsentiert in hohem Tempo sein Können auf dem Seil. Zahlreiche spektakuläre Sprünge charakterisieren den gelungenen Auftritt. Mit einem elegant ausgeführten und sicher gestandenen Salto erreicht der Act seinen Höhepunkt.
Clown David Marquez bringt drei Reprisen in die Düsseldorfer Weihnachtsmanege. Zunächst versucht er sich als Magier, doch es ist eher fauler Zauber den er produziert. Dann zeigt er sich als Jongleur mit Keulen und lässt seine „Verletzungen“, die er sich durch kleine Pannen einhandelt, durch den Kuss einer Logenbesucherin „heilen“. Schließlich wird es turbulent. Der Clown versucht sich mit einer Mitspielerin aus dem Publikum als Kunstschütze und etliche Luftballons zerplatzen in der Hektik vorzeitig.
Zwei weitere Male ist die Truppe Inspire mit einem tänzerisch akrobatischen Auftritt zu erleben.

Hüte sind die Jonglier-Utensilien von Saga Macaggi. Gekonnt lässt er zu Beginn einen hut über seine ausgestreckten Arme rollen und befördert ihn per Fußkick auf den Kopf. Dann erhöht sich die Anzahl der Requisiten fortwährend und schließlich werden sechs Hüte souverän in der Luft gehalten.
Die beiden Luft-Darbietungen der Show sehen Kevin Gruss als Akteur. Zunächst arbeitet er an elastischen Strapaten, die sehr weite Flüge in durch die Kuppel ermöglichen. Im zweiten Teil der Show sehen ihn zusammen mit seiner Partnerin jule Friedrich an Tüchern. Die Love Story, die das Paar in die Manege, bzw. Kuppel bringt startet von einem roten Bett aus und bietet zahlreiche attraktive und auch riskante – ungesichert  ausgeführte – Tricks.
Die Truppe „Haribow“ präsentiert ihr Können beim Double Dutch. Zwei Sprungseile  schnell und gegenläufig geschwungene Sprungseile werden von den Akteuren in ungeheurem Tempo gequert. Die fünf jungen japanischen Artisten, die die starke sportliche Orientierung des Auftritts mit ihren futuristisch wirkenden Trainingsanzügen verstärken, absolvieren ihre Kür in den verschiedensten Formationen.
Einen weiteren eher sportlich inspirierten Auftritt absolvieren Marc & Sebastian mit ihren Fußballjonglagen. In Art eines Balltrainings agieren die Beiden mit ihrem Fußball – halten ihn nur mit Fuß, Schulter oder Kopf in der Luft.
Magier Nicolas del Pozo präsentiert mit seinen Assistentinnen abwechslungsreiche und attraktive Groß-Illusionen. Ein Motorrad samt Fahrer erscheint aus dem nichts, aus einem scheinbar leeren Glaskasten erscheinen die Assistentinnen auf der Bühne und wie von Zauberhand sitzt eine von ihnen in einem vorher leeren Sessel.
Als letzte Nummer wurde die Partnerakrobatik der „White Gothic“ geboten.
Die vier Modellathleten demonstrieren ihre körperliche Kraft mit zahlreichen anspruchsvollen Handstandfiguren und schließlich trägt der Porteur alleine das Gewicht seiner drei Kollegen.
Erstaunt stellt man fest, das die Show, inklusive der Pause deutlich unter zwei Stunden währte. Im kurzen Finale ist das Ensemble noch einmal auf die Bühne präsent und die Stimme aus dem Off, der alle Ansagen während der Show oblagen, verabschiedet das zahlreich erschienene Publikum und verspricht eine völlig neue Show in der kommenden Weihnachtszeit.