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Text und Fotos Friedrich Klawiter
HOFMEISTER OSTERCIRCUS
Bietigheim-Bissingen, 26. März 2016

Das Wohnzentrum Hofmeister bietet als besonderen Event für seine Kunden am Stammsitz in Bietigheim-Bissingen und einem weiteren Standort mehrfach im Jahr erstklassige Circus- Veranstaltungen an. Vom Wochenende vor bis zum Wochenende nach Ostern werden während der Geschäftszeit täglich drei Vorstellungen gegeben.
Mit der Organisation und Durchführung der Veranstaltung ist wiederum der Circus Relaxx von Michael Sperlich betraut.
Auf einem Parkplatz des Möbelhauses wurden die königsblauen Zeltanlagen aufgebaut. Lichterketten und Palmen auf den Mastspitzen verbreiten romantisches Flair. Ein flacher Zierzaun und der dekorativ bemalte Kassenwagen bilden die einladende Front des Circus.
Die Materialtransporter des Circus stehen auf der einen und die Wohnwagen auf der gegenüberliegenden Seite dicht ums Zelt, während die Freigehege von Jochen Trägers Tieren im rückwärtigen Bereich ihren Platz haben.
Das Foyerzelt ist mit rotem Teppichboden ausgelegt und in drei, in edlem Design ausgeführten, Verkaufswagen ist die bestens sortierte Circusrestauration untergebracht. Zwei große Hüpfburgen nehmen die rechte Zeltseite ein und werden von den kleinen Gästen eifrig genutzt.
Ein siebenreihiges Schalensitzgradin und zwei Reihen Polsterstühle in den dekorativen Logen stehen den zahlreichen Besuchern zur Verfügung. Der große Artisteneingang ist eine elegante, bogenförmige Konstruktion aus Gitterrohrträgern und rotem Samt. Mit diesem ist auch das Rondell verkleidet und davor angebrachte Scheinwerfer lassen den Stoff leuchten und sorgen für eine stimmungsvolle Atmosphäre.

Die unterhaltsame Show von rund sechzig Minuten Dauer bietet zwei Dressurnummern, zwei Mal Clownerie und drei artistisch-akrobatische Darbietungen.
Direktor Michael Sperlich begrüßt im Zusammenspiel mit einer jungen Dame sein Publikum und im weiteren Verlauf der Show teilen sich die Beiden in versierter Weise in die Moderation.
Krenzola jun., alias Jochen Träger präsentiert zunächst seine Kleintierrevue. Zwei Kakadus, drei Katzen, zwei Hunde, ein Truthahn und etliche Pfautauben sind in den abwechslungsreichen Ablauf eingebunden. Sechs attraktive Hähne unterschiedlicher Rassen haben ihre Plätze auf dem großen weißen Metallgestell, dass die Manege abschließt und geben ein prächtiges Bild ab. Der kleinere Hund, ein Terrier springt durch einen Reifen, während der große Artgenosse während der kompletten Darbietung ungezwungen in der Manege umherwandert. Die Katzen laufen Slalom und auf erhöhten Tritten über die Tauben hinweg, während der Truthahn darüber auf seinem Podest sitzt. Abschließend drehen die Tauben einige Runden in einem Karussell und landen schließlich alle in einem großen Korb auf den Armen des Tierlehrers.
Melanie und Laura Sperlich lassen geschickt die Hula Hoop Ringe kreisen. In variantenreicher Weise beherrschen die Schwestern ihre Requisiten und arbeiten eine Reihe ihrer Tricks synchron.
Wenig später erleben wir Laura als Clownesse „Pepina“. Einen imaginären Ball fängt sie gekonnt immer wieder in einer Papiertüte und nicht nur die kleinen Besucher, die den „Ball“ werfen dürfen, haben großen Spaß an diesem Auftritt.

Juniorchef Dennis Sperlich arbeitet eine furiose Flaschenstuhl-Nummer. Zum James Bond Song „Skyfall“ führt er die ersten Handstände und Waagen im schwarzen Anzug auf zwei Handstäben in der Manege aus. Dann wechselt er auf den Piedestal, auf dem bereits der erste Stuhl auf den Flaschen steht. Es folgen erstklassige, lange gehaltene Handstände auf der immer höher werden Stuhlpyramide. Schließlich bilden sieben Stühle einen hohen, labilen und bei der kleinsten Bewegung des Artisten bedenklich schwankenden Turm, auf dessen Spitze der junge Mann sein Können unter Beweis stellt.
Im zweiten Auftritt bringt Krenzola jun. zunächst seine vier Gruppen Laufenten in die Manege. Sie sortieren sich nach Farben und durchlaufen Tore in Barrieren. Anschließend bevölkern neun kleine Schweine den roten Ring. Sie durchlaufen eine Tonne, zeigen einen „Steiger“, rollen einen Teppich auf und nehmen auf flachen Bänkchen Aufstellung.
Denis Sperlich fährt als Clown „Tomate“ mit einem Zuschauerpaar Motorrad, bringt die beiden einander näher und porträtiert eine Rose in ihren Händen.
Mit einem spektakulären Auftritt am Washington-Trapez bietet „Mister Anthony“ - Anton Navratil - den finalen Nervenkitzel der Show. Ohne Vorteil werden waghalsige Balancen in der Kuppel geboten und mit erstklassigem Verkauf reißt er das Publikum von den Sitzen. Auf dem ruhenden Trapez hebt er z. B. ein Tuch mit dem Mund von der Stange auf. Auf einem nur mit zwei Beinen auf dem Trapez stehenden Stuhl balanciert Anthony sitzend und im Stand. Nun folgen Balancen auf dem weit ausschwingenden Requisit. Ein Kopfstand bei gleichzeitiger Rotation des Trapezes und ein Kopfstand mit verbundenen Augen geh?en hier zu den gezeigten Spitzentricks.
Auf ein Finale wird bei dieser Veranstaltungsreihe verzichtet und so verabschieden die beiden Manegensprecher ein überaus zufriedenes Publikum, dass für den symbolischen Eintrittspreis von 2,- Euro pro Person eine unterhaltsame und abwechslungsreiche Circusvorstellung genossen hat.