optimiert



Text und Fotos Friedrich Klawiter
CIRCUS BUSCH
Lüdenscheid, 03. Februaar 2018

Nach kurzer Winterpause startete Hardy Scholl mit seinem Circus Busch in die neue Saison. Rund drei Wochen nach dem Ende des Weihnachtscircus war Lüdenscheid die erste Station des neuen Jahres. Die stets engagiert agierende Familie versteht es ihre Besucher immer wieder aufs neue mit bestem traditionellem Circus, der Können und Herzblut der Akteure atmet, zu begeistern.
Auf dem Schützenplatz, dem Festplatz der Stadt, war der schmucke Circus aufgebaut. Unzählige Lichter an den Absegelungen und der Front funkelten im Schneetreiben und luden zum Besuch ein.
Zwei mächtige Sattelauflieger mit dem meterhohen Namenszug auf dem Dach flankieren den dekorativen, lichtglänzenden Zierzaun. Den zentralen Platz in der Front nimmt ein Tonnendachwagen, der die Kasse beheimatet, ein.
Ein rot-weißes Streifendesign prägt das moderne Vier-Masten Chapiteau und zahlreiche feine goldfarbene Applikationen sorgen für ein edles Ambiente.
Der Fuhrpark ist in strahlendem weiß, mit roten Fahrgestellen lackiert und nimmt die linke Platzseite ein. Auf der anderen Seite sind die zahlreichen Wohnwagen in einer langen Reihe aufgefahren.
Für die Pferde und Kamele sind großzügig bemessene Stallungen und Gehege vorhanden.
Die Kuppel des im Innern königsblau leuchtenden Zeltes wird von acht hohen Gittermast-Quaderpools geformt. Die überwiegend in rot gehaltene Einrichtung sorgt für eine heimelige Atmosphäre. Sechsreihiges Klappsitzgradin, Logen und auch der hohe, edel mit goldfarbenen Absetzungen versehene Artisteneingang sind in dem Farbton gehalten. Der Verkaufswagen der Circusrestauration hat seinen Platz gleichfalls im Zelt

Das hauseigene Ballett eröffnet die Show schwungvoll und Direktor Hardy Scholl, er übernimmt in sehr angenehmer Weise die Aufgaben des Manegensprechers, begrüßt eloquent sein Publikum und gibt die Manege für die erste Darbietung frei.
Jongleur Alfred Scholl beginnt seinen Auftritt im abgedunkelten Rund mit per LED-Technik leuchtenden Bällen. Fünf Keulen und sieben Ringe sind die Requisiten mit denen er die folgenden Routinen gestaltet. Abschließend sehen wir die stets effektvollen Muster mit Fackeln.
Clownesse „Pepina“ - Talina Scholl - versucht sich gegen den strengen Manegensprecher zu behaupten und zur Musik ihres Abspielgerätes in der Manege zu tanzen, doch das Vorhaben endet mit dem vorzeitigen Ende des Gerätes in einer Mülltonne.
Im zweiten Programmteil findet Clown „Charly“ - René Scholl - im Handumdrehen drei Mitspieler und präsentiert mit ihnen in flott ablaufendem Spiel eine unterhaltsame Version der „Opera“.
Besondere Freude haben die kleinen Besucher über die Möglichkeit, die „Eiskönigin Elsa“ zu begrüßen und ihr, bei ihrem Rundgang durch die Reihen, die Hand zu geben.

Das Programm bietet nicht nur die bekannten, sehr guten Darbietungen der Familie Scholl, sondern wartet auch mit Novitäten und Überraschendem auf.
Erstmals erleben wir Alfred mit einer Luftnummer. An den Strapaten hat sich der junge Mann eine Darbietung erarbeitet. Enorm kraftvoll und mit sehr viel Schwung werden die Tricks in weiten Flügen präsentiert.
Stellvertretend für seine Partnerin, Marylin Zinnecker kann zur Zeit verletzungsbedingt nicht auftreten, präsentiert René Scholl zwei Kamele im Zusammenspiel mit zwei Friesenhengsten. Vielseitige Lauffiguren werden in einem flotten Ablauf gekonnt dargeboten.
Gleichfalls zum ersten Mal sehen wir den Act Hula Hoop zu Pferd von Miss Kimberly.
Mit einigen Voltige-Figuren startet der Auftritt, dann lässt die sympathische junge Frau als Stehendreiterin in vielerlei Variationen die Reifen um ihren Körper kreisen.

Die Silver Stars bieten ihren fulminanten Act am Luftring zu Beginn des zweiten Programmteils. In hohem Tempo und ohne jede Sicherung werden die Solo- und Partnertricks gearbeitet. Weite Flüge füllen die Kuppel und spektakuläre Abfaller, nur von der Porteurin gehalten, sorgen für feuchte Hände auf den Rängen.
Der Auftritt an Tuchstrapaten von Kimberly fiel in der besuchten Vorstellung leider einem technischen Problem des Motors zum Opfer.
Direktor Hardy Scholl präsentiert eine Freiheitsdressur mit acht schwarzen Shetland-Ponys. Munter trippeln sie durch den Manegensand und zeigen ein breites Repertoire verschiedener Lauffiguren.
Selbstverständlich sind zum Programmhöhepunkt die „Gebrüder Scholl“ mit ihrem fulminanten Auftritt auf dem Trampolin, mit dem sie die RTL Fernsehshow „Das Supertalent“ rockten und ein Millionenpublikum begeisterten, zu erleben. Sie faszinieren mit ihrem Können und ihrer Ausstrahlung und gebannt werden bei Alfreds dreifachem Salto auf den Rängen die Daumen gedrückt.
Mit stimmungsvollem Live-Gesang leitet Talina Scholl das Finale ein. Dem Gro?teil der Besucher wird nun erst bewusst, dass es lediglich f·f Personen bedurfte, eine abwechslungsreiche und mitrei?ende Show mit vielen erstklassigen Darbietungen zu kreieren.